5 Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt – Wie Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Sache Ihres Unternehmens begeistern.

Sinkendes Zugehörigkeitsgefühl

Der jüngst vom Beratungsunternehmen Gallup veröffentlichte „Engagement Index Deutschland“ zeigt, vier von fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fühlen sich nicht an ihr Unternehmen gebunden. Nur fünfzehn Prozent der Befragten fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz richtig wohl.

Mitarbeiterbindung als eine unternehmerische Kernaufgabe

Angesichts eines ohnehin knappen Bewerbermarktes im Allgemeinen und insbesondere des zunehmenden Fachkräftemangels verschärft die hohe Zahl unzufriedener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in deutschen Unternehmen die Frage nach Faktoren gelingender Mitarbeiterbindung.

Fünf Faktoren gelingender Mitarbeiterbindung

Wesentliche Faktoren langfristiger Mitarbeiterbindung sind:

  • Orientierung durch Klarheit,
  • Sinnstiftung,
  • Kollegialität,
  • angemessene Partizipationsmöglichkeiten,
  • Leistungsgerechtigkeit.

Mutige Führungskräfte binden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 5 Maßnahmen

„Mutig“ sind Führungskräfte dann, wenn sie sich erstens für die Sache ihres Unternehmens und zweitens für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen. Das tun Führungskräfte, in dem sie:

  1. insbesondere erfreuliches und auch weniger erfreuliches in Bezug auf ihre Organisation, den Arbeitsgegenstand, die Zusammenarbeit im Team, die Leistung und so fort zeitnah und in angemessener Form ansprechen. Darauf bezogen sind klare, nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen, umzusetzen und deren Nachhaltigkeit regelmäßig zu überprüfen. Führungskräfte bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so Orientierung und Klarheit.
  2. sich und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßig die Sinnfrage zumuten. Das tun Führungskräfte in der Regel nicht, wenn sie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Tag im „Hochseilgarten“ organisieren. Vielmehr geht es darum, über den Zweck und Sinn des Unternehmens sowie der Arbeit des einzelnen Mitarbeiters nachzudenken. Dazu müssen keine philosophischen Klassiker gelesen werden (auch das kann aber zu weilen helfen), vielmehr geht es um gute gemeinsame Gespräche. Führungskräfte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stiften dann gemeinsam Sinn.
  3. ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Gruppen- und Teamentwicklungen unterstützen. Führungskräfte tun das in der Regel nicht, in dem sie eine Kerze auf den Tisch stellen oder gemeinsam Lastertag oder Paintball spielen (auch das kann aber zu weilen helfen). Kollegialität, die bindet, zeichnet sich durch hohes Vertrauen, hohes Zugehörigkeitsempfinden und hohe Konfliktfähigkeit aus. Führungskräfte die Differenzen zwischen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ansprechen und öffentlich vorleben, wie mit Differenzen produktiv umgegangen werden kann, fördern die Ausbildung von Kollegialität.
  4. ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemessen an relevanten Entscheidungsprozessen teilhaben lassen. Das heißt, sie wissen, welche Entscheidungen auf der Führungsebene zu treffen sind, welche Entscheidungen unter Einbezug der Mitarbeiterschaft vorbereitet werden können und welche Entscheidungen kollektiv zu treffen sind. In diesem Sinne sind „mutige“ Führungskräfte entscheidungsstark, hierarchiesensibel und können die konflikthafte unauflösbare Spannung von Heteronomie, Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Verantwortungsübernahme beziehungsorientiert bewältigen. „Hart in der Sache und deutlich in der Beziehung“ schaffen sie so angemessene Partizipationsmöglichkeiten.
  5. der Frage nach Leistungsgerechtigkeit nicht aus dem Weg, sondern sich ihr stellen. Wohlwissend, dass die Frage nach Leistungsgerechtigkeit nie abschließend und für alle Beteiligten zufriedenstellend zu beantworten ist. „Mutige“ Führungskräfte haben jedoch eine klare Vorstellung von Leistungsgerechtigkeit, sind sich ihrer Leistungsansprüche und Beurteilungskriterien bewusst und können diese gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern artikulieren und vertreten.

Organisationsberatung und Mitarbeiterbindung

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Angeboten der Organisationsberatung bei der Entwicklung von Führungskräften und damit der Mitarbeiterbindung Ihres Unternehmens. Für Auskünfte und Fragen stehen Ihnen unsere Berater Mirjam WeigandAndreas Nolten und Dr. Ronny Jahn gerne zur Verfügung.

 

Von |2018-08-29T21:34:57+00:0029. August 2018|Nicht kategorisiert|Kommentare deaktiviert für 5 Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt – Wie Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Sache Ihres Unternehmens begeistern.